Archiv für Februar 2012

Schlangenbeschwörung

Dienstag, 28. Februar 2012

Im Video wird die Funktionsweise eines Phenakistiskops gezeigt. Bei diesem alten optischen Gerät montiert man eine drehtbare Scheibe auf einem Halter. Auf der Scheibe befindet sich kreisförmig angeordnet eine Abfolge von Bildern im Wechsel mit Schlitzen. Dreht man die Scheibe und schaut von hinten durch einen Schlitz auf einen Spiegel so scheint es, als würden sich die Bilder bewegen.

Den fließenden Übergang zwischen den Bildern verdanken wir der Tatsache, dass der helle Lichtreiz auf der Netzhaut des Auges nachwirkt, wenn wir in der Dunkelphase von hinten auf die Pappe zwischen den Schlitzen gucken. Das Auge sieht zwar jedesmal, wenn ein Schlitz das Blickfeld passiert, ein neues Bild. Das Gehirn interpretiert dies aber als die Bewegung ein und derselben Abbildung. Man nennt dies den stroboskopischen Effekt.

Das hier gezeigte Video ist ein Trickaufnahme. Da man normalerweise von hinten durch die Schlitze auf einen Spiegel schaut, erscheint das Bild in Wirklichkeit nicht ganz so deutlich, aber beeindrucken ist es trotzdem. Erstmals wurde das Phenakistiskop 1832 vom Belgier Joseph Plateau gebaut und es stellt ein Vorläufer des modernen Kinos dar. Bestellen kann man es bei uns im Shop.

Eine herzliche Plasma-Demonstration mit Hochfrequenz

Dienstag, 14. Februar 2012

Plasma ist etwas Wunderschönes und entsteht, indem man einem Gas so viel Energie zuführt, dass eine kritische Anzahl von Elektronen die Atomhüllen verlässt. Das Ergebnis sind positiv geladene Ionen umgeben von freien Elektronen. Das Leuchten entsteht, wenn die freien Elektronen wieder von den Ionen eingefangen werden und dabei die zuvor aufgenommene Energie in Form von Licht abgeben. Je nachdem um welches Gas es sich handelt, variiert die Farbe. Es gibt verschiedene Wege Gas soviel Energie zuzuführen, dass es ionisiert. Aus praktischen Gründen verwendet man üblicherweise eine hochfrequente Wechselspannung wie auch in dem hier gezeigten Video. Zu sehen ist eine so genannte Jakobsleiter in Herzform – passend zum Valentinstag-, mit deren Hilfe Lichtbögen erzeugt werden. Die erwärmte Luft steigt nach oben bis die Lichtbögen schließlich abreißen. Dieser Versuch ist NICHT als Heimversuch geeignet – wirklich!

Die perfekte optische Illusion zum Valentinstag: Eine Karte mit klopfendem Herzen

Montag, 06. Februar 2012

Kennen Sie den Moiré-Effekt? Er entsteht, wenn sehr feine Raster übereinander liegen und diese sich entweder gegeneinander verschieben oder eine leicht unterschiedliche Teilung aufweisen. Für den Betrachter werden neue Muster sichtbar, die in keinem der ursprünglichen Raster vorhanden sind. Diese Muster verändern sich, betrachtet man die Raster aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
So war der französische Begriff Moiré ursprünglich die Bezeichnung für spezielle Stoffe, bei denen zwei Lagen von Gewebe aufeinander gepresst werden und dadurch ein feines Wellenmuster aufweisen. Erleben kann man das Phänomen auch bei unseren Moiré-Karten. Wenn Sie beispielsweise die Herz-Karte öffnen oder schließen, klopft das Herz wie auf dem folgenden Bild.
Die Technologie hinter diesem Effekt heißt “Scanimation” und wurde von dem amerikanischen Filmemacher, Künstler und Erfinder Rufus Butler Seder entwickelt. Um den Effekt zu erzeugen, kommen Linienraster und ein wenig Chemie zum Einsatz. So entsteht eine optische Illusion, bei der wir eine Bewegung wahrnehmen, wo gar keine ist.